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Das Foto zeigt eine Hausfassade, darauf ein Schild, auf dem "Agentur für Arbeit" steht.

DIE LINKE NRW

Spaltung des Arbeitsmarktes in NRW verstärkt sich

Endlich Beschäftigungsprogramme für Ältere und Langzeitarbeitslose auflegen.

DIE LINKE in NRW betrachtet die Entwicklung des Arbeitsmarktes des bevölkerungsreichsten Bundeslandes äußerst kritisch. „Seit Monaten sehen wir, dass die offiziell gemeldeten Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen. Aber gleichzeitig wächst jedoch die Zahl der arbeitslosen älteren Menschen und die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Der Arbeitsmarkt in NRW ist tief gespalten und diskriminiert offenkundig Alter sowie Menschen mit geringerer Qualifikation,“ stellt Hans Decruppe, stellvertretender Landessprecher von DIE LINKE NRW, fest. „Die Statistik der Agentur für Arbeit belegt: Im Vergleich zur Vor-Coronazeit ist die Zahl der Arbeitslosen, die älter als 55 Jahre sind, von 134.453 auf 156.006, das heißt um 16 Prozent, gestiegen. Noch deutlicher, nämlich um 38,5 Prozent, erhöhte sich in der Pandemie die Zahl der Langzeitarbeitslosen, von 242.639 auf 335.948. Inzwischen sind über 46 Prozent aller Arbeitslosen langzeitarbeitslos und – ein Skandal – fast 70 Prozent aller Arbeitslosen in NRW sind im Hartz-IV-Bezug.“

„Weder die Agentur für Arbeit noch die Jobcenter ergreifen hier wirksame Maßnahmen. Und von der Laschet-Landesregierung in NRW kommt erst gar nichts, um diesen unsozialen Trend umzukehren,“ kritisiert Decruppe und fordert: „Dabei wäre nichts dringlicher, als endlich den sozialen Arbeitsmarkt in NRW aufzubauen, um tariflich vergütete und abgesicherte gute Arbeitsplätze für Ältere und Langzeitarbeitslose zu schaffen. Das Geld dafür ist vorhanden, wie nicht zuletzt die milliardenschweren Corona-Hilfen gezeigt haben.“

Ulrike Eifler, langjährige hauptberufliche Gewerkschafterin und Kandidatin von DIE LINKE zur Bundestagswahl auf Platz 7 der Landesliste NRW, ergänzt: „Es sind vor allem Menschen in unsicheren und prekären Arbeitsverhältnissen, die mit Beginn der Pandemie als erste ihren Job verloren haben und nun nach einem Jahr in die Langzeitarbeitslosigkeit fallen. Insbesondere die Nichtverlängerung der Sonderregelung, mit der Arbeitslose drei Monate länger ALG-I-Bezug bekommen hatten, hat zu einem überproportionalen Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit geführt.“ In NRW sei die Situation besonders schwerwiegend, so Eifler. Von den acht Großstädten mit der höchsten Arbeitslosigkeit bundesweit lägen sechs in NRW. DIE LINKE befürchte deshalb, dass eine vierte Corona-Welle den Arbeitsmarkt in NRW erneut treffen und sich die Arbeitslosigkeit weiter verfestigen könnte.

„Völlig zu Recht fordert der DGB NRW ein Sofortprogramm. Der Arbeitsmarkt muss krisensicher gemacht werden. Das geht nur mit Beschäftigungsverhältnissen, die entfristet, tariflich geregelt und mitbestimmt sind. Leider deuten die bisherigen Initiativen der Landesregierung nach einer Flexibilisierung der Arbeitszeit oder einer Ausweitung der Ladenöffnungszeiten nicht darauf hin, dass von Armin Laschet nennenswerte Impulse zur Regulierung des Arbeitsmarktes zu erwarten sind,“ so Eifler. Das sei aber dringend notwendig, damit niemand durch das soziale Raster fällt. Der Schutz vor Arbeitsplatzverlust und Armut müsse gerade jetzt in der Pandemie Priorität haben.


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