Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Can Kulakci

Sommertour: „Pflegenotstand stoppen“ + Bürgersprechstunde

DIE LINKE. hat eine bundesweite Sommertour gestartet, um auf die Dauerkrise in der Pflege aufmerksam zu machen, und gegen die Missstände zu kämpfen:

 

Am 20.08.18 um 15 Uhr kommt der Bus um 15 Uhr vor dem Münzbrunnen (Sparkasse) in der Innenstadt Velbert. Zur Unterstützung wird der Stadtverband Velbert und die Ratsfraktion ebenfalls mit einem Infostand dabei sein, und steht zu Gesprächen bereit.

 

Weil die Ratsmitglieder ebenfalls vor Ort sein werden, stehen die Fraktionsmitglieder für persönliche Gespräche mit den Bürgern zur Velberter Politik zur Verfügung, um über die aktuelle Lage in unserer Stadt aufzuklären, und haben natürlich auch für Beschwerden, Anregungen oder Wünsche ein offenes Ohr.

Pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen und die Beschäftigten werden von der Großen Koalition im Stich gelassen. Dagegen regt sich Widerstand – mit Erfolg: der Pflegenotstand ist endlich auf der Tagesordnung der Bundesregierung gelandet.

Jetzt heißt es, weiter Druck zu machen und nicht locker zu lassen. DIE LINKE setzt ihre erfolgreiche Kampagne gegen den Pflegenotstand fort und startet ihre Sommertour, und fährt gerade durch ganz Nordrhein-Westfalen. „Jeder Patient, der nicht gesund wird, weil er nicht ordentlich gepflegt werden kann, jede Pflegekraft, die mit Burnout den Beruf aufgeben muss und jede pflegende Angehörige, die ohne Hilfe kurz vor dem Zusammenbruch steht, ist eine Anklage gegen die Untätigkeit der Bundesregierung“, so die Meinung von Ingrid Schween, erste stellvertretende Fraktionsvorsitzende. 

In Velbert macht der Bus Montag, den 20. August 2018 ab 15.00 Uhr, vor dem Münzbrunnen in der Innenstadt Velbert-Mitte halt. Zusätzlich wird vom Stadtverband und die Ratsfraktion parallel ein Infostand zu dieser Thematik abgehalten.

„Die Missstände in der Pflege dürfen nicht länger hingenommen werden, gerade die Pflegestreiks in den Unikliniken Essen und Düsseldorf zeigen, dass sofort was geändert werden muss“, fügt Sonja Spiekermann, zweite stellvertretende Fraktionsvorsitzende hinzu.  Deswegen möchte die Linke in Velbert die Bürger auf die Dauerkrise in der Pflege aufmerksam machen. Harry Gohr, Fraktionsvorsitzender ergänzt noch: „Die Pfleger*innen leisten der Gesellschaft einen enormen Dienst, und dass dieser harte Job auch noch so miserabel bezahlt wird, oder nicht wertgeschätzt wird, muss sich ändern. Anstatt Billiglohnkräfte aus dem Ausland zu holen, muss der Beruf finanziell gestärkt werden, damit die Pflegekräfte auch gemäß Ihrer geleisteten Arbeit angemessen bezahlt werden können. Zusätzlich muss der Beruf attraktiver gemacht werden, damit sich mehr Jugendliche für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden.

Bei der Veranstaltung wird mit dabei sein: Petra, die vier Meter große, sechsarmige Pflegekraft und die „Wall of Shame“, eine aufbaubare Wand mit den größten Verfehlungen in der Gesundheitspolitik.

Weil die gesamte Ratsfraktion natürlich auch vor Ort sein wird, stehen den Velberter Bürgern ebenfalls die Fraktionsmitglieder für Fragen oder Anregungen zur Velberter Politik zur Verfügung.

 


 

Wie wichtig es ist, dass Angehörige von pflegebedürftigen Menschen und Pflegepersonal an einem Strang ziehen, macht auch das jüngste Scheitern der Verhandlungen über mehr Personal in Krankenhäusern deutlich: die Betreiber der Krankenhäuser lehnten am Dienstag einen Vorschlag ab, nach dem die Personalausstattung des schlechtesten Viertels der Krankenhäuser als nicht ausreichend gegolten hätte. Das heißt, jede vierte Klinik müsste mehr Schwestern und Pfleger einstellen oder müsste andernfalls mit finanziellen Strafen rechnen. Die Krankenkassen wiesen die Position der Krankenhausbetreiber zurück, nach der lediglich die schlechtesten zehn Prozent der Kliniken beim Pflegepersonal aufstocken müssten. Der Vorschlag der Krankenhausgesellschaft faktisch nur in den 10 Prozent am schlechtesten mit Personal ausgestatteten Krankenhäusern mehr Personal einzusetzen, ist skandalös. Offensichtlich werden hier Gewinninteressen vor das Wohl der Beschäftigten und Patientinnen und Patienten gestellt. Es braucht Personalentlastung in allen Krankenhäusern und das so schnell wie möglich.

DIE LINKE fordert:

100 000 Krankenpflegerinnen und -pfleger mehr: Um den lebensbedrohlichen Pflegenotstand zu stoppen, braucht es 100.000 Pflegekräfte mehr in den Krankenhäusern.
Gesetzlicher Personalschlüssel: Es braucht eine verbindliche Regelung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Ärztemangel und Krankenhausschließungen stoppen: Mehr Ärzte, Gesundheitszentren und Hebammen sollen kürzere Wege und kürzere Wartezeiten schaffen. Krankenhäuser müssen nicht Profit machen, sie müssen die Bevölkerung versorgen.
40 000 Altenpflegerinnen und -pfleger mehr: Für 40 000 zusätzliche Fachkräfte in den Altenpflegeeinrichtungen und einen verbindlichen Personalschlüssel, der für jede Schicht mehrheitlich Fachkräfte vorsieht.
Kein Lohn unter 14,50 Euro in der Altenpflege: Wir fordern einen Mindestlohn von 14,50 Euro für die Altenpflege und höhere Löhne durch einen Tarifvertrag, der flächendeckend für alle Pflegekräfte gilt!

Alle Informationen zur Pflege-Sommertour 2018 finden Sie unter www.pflegenotstand-stoppen.de


Kontakt

Die Linke. Stadtverband Velbert

Die Linke. Ratsfraktion Velbert

Offersstraße 14a

42551 Velbert

Telefon 02051 / 932810

Telefax 02051 / 932811

buero(at)dielinke-velbert.de

 

Regelmäßige Öffnungszeiten:

Montag: 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Donnerstag: 15.30 bis 17:00 Uhr